Vorfreude

Mittwoch ist Rückspiel.

Mittwoch werde ich also mit einem glücklichen Gefühl ob des gerade gewonnenen Hinspiels mit meinem Trikot (falls dies noch in Leverkusen sein sollte, so hoffe ich darauf, dass es wieder mitgebracht wird), meinen Schals und dreckigen Fangesängen in Begleitung meines Papas ins Stadion ziehen.

Und zusehen, wie der hier ansässige blaue Verein hoffentlich ordentlich verdroschen wird. Und wir in die nächste Runde kommen.

Und ja, es geht um Fußball. Und ja, das ist eine meiner dunklen Seiten.

Uninformiert

Beim Stufentreffen letztlich wurde mir doch vorgeworfen, über die Stufe recht uninformiert zu sein und meinen Ruf als Bildzeitung der Stufe nicht mehr aktiv wahrzunehmen.

Skandal! Um dieser Tatsache vorzubeugen, sollten wir vielleicht doch ein Forum ins Leben rufen, in dem wilde Spekulationen oder auch Tatsachenberichte über unsere Stufe gepostet werden können….

… Nick, Olaf, wollt Ihr das mal in Angriff nehmen, oder soll ich ?

[Bela B. - Gitarre runter; in Bielefeld Hbf(!)]

Stufentreffen

Weihnachtszeit ist die Zeit im Jahr, in der man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu den Eltern zurückkehrt, egal wo in der Welt man sich gerade befindet. Die Chance, dass die Menschen, mit denen man mehr oder in vielen Fällen auch weniger freiwillig 10+ Jahre Schulzeit verbracht hat, ebenfalls in der Gegend sein werden, ist also entsprechend hoch. Was bietet sich also eher an, als Stufentreffen genau in dieses Zeitfenster zu legen?

So hat auch der organisatorisch harte Kern unserer Stufe (lustigerweise teilweise Leute, von denen man das partout nicht erwartet hätte) ein Stufentreffen für diese Zeit angesetzt. 7,5 Jahre ist es immerhin nun auch schon wieder her, dass wir gemeinsam Abi gemacht hatten und auch das letzte Treffen fand Ende 2004 – also nach 5 Jahren – statt.

Interessant war dieses Mal, wie wenig sich doch verändert hat: bis auf die obligatorischen Ehen, die ersten Kinder (betrifft beides aber nur die weiblichen Stufenmitglieder) und andere Kleinigkeiten gab es doch im Vergleich zum letzten Mal kaum Veränderungen in den Biografien der Leute; gut, der eine oder andere ist inzwischen mit dem Studium durch, hat einen Job gefunden oder nähert sich der Diplomarbeit – insgesamt war das Delta jedoch nicht so groß wie erwartet. Dafür war die Anzahl der Menschen, die beim Stufentreffen waren, leicht geringer bzw. die Zusammensetzung verändert: in Summe waren die Endlosstudenten eher in der Unterzahl.

Spannend fand ich beim Treffen, dass ich trotz meiner inzwischen figürlich auch ganz gut passenden Buddha-Taktik (ich blieb einfach sitzen und wartete, wer so das Gespräch mit mir suchte) spannende und eher ungewöhnliche Dialoge führte, zum großen Teil aber mit sehr lieben Menschen, die mein Leben auch mehr oder weniger begleitet haben.

Dabei habe ich unter anderem herausgefunden, dass die Quote der Leute, die mein Weblog mehr oder weniger häufig studieren, doch recht hoch ist; ein weiterer Anreiz dieses Ding hier weiter durchzuziehen, und sei es nur, um die obligatorische “Was machst Du denn so?” Frage in Gesprächen zu überspringen und direkt zu den wichtigen, spannenden, privaten und interessanten Dingen zu kommen…

Ich habe bei diesem Stufentreffen beispielsweise gelernt, dass:

- Katrin, obwohl schwanger, zusammen mit ihrem Mann für die zweite Januarhälfte Urlaub genommen hat (Burning Crusade läßt grüßen)
- Riga ein überaus lohnendes Reiseziel sein soll, noch besser als Prag
- Sebastian die Sprayer- und Partyszene in Bremen sehr bewundert und
- das Phänomen, den eigenen Haushalt als junger Akademiker nicht auf die Reihe zu bekommen, verbreiteter als gedacht ist
- Michael noch kein F5-Poloshirt besitzt, und lustigerweise beim Kunden auch im IT Security Bereich arbeitet….

Der Fairness halber muss ich zugeben, vor der Veranstaltung auch ein wenig Bammel gehabt zu haben; die Angst vor der Gesprächslosigkeit und einem langweiligen Abend war jedoch ziemlich unbegründet. Bedauert habe ich einzig und allein, dass Katja ihre Bemerkungen über große Kehlköpfe von der Bierbörse von vor 6 Jahren nicht wiederholt hat.

[Melissa Etheridge - Your Little Secret; kurz hinter Hagen]

Den Pütz tanzen…

Es gibt in Leverkusen und insbesondere meiner dortigen peer group den schönen Ausdruck: “Den Pütz tanzen…”.

Ein Bekannter ist nämlich dafür verschrien, besonders extrovertiert zu zappeln – und ja, er macht das wirklich auch in Discos und anderen Locations (O-Ton E-Werk-Türsteher: “Du, die anderen wollen auch tanzen, mach mal ruhiger….”).

Und, was macht man als Anlageberater, der gerne mal 15 Min Ruhm haben möchte? Richtig, man geht zu You Can Dance… das Ergebnis seht Ihr hier:

Krass übrigens: Christian hat diesen Tanzstil sogar mal auf der Fläche eines Schuhkartons stehend vollführt….