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fret – Gedaken zu einem Wort

29. January 2004
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fret – was sagt uns dieses Wort? Laut dict.leo.org handelt es sich dabei um Ärger.

Manche Menschen behaupten auch, dass fret anscheinend von Frettchen abgeleitet ist. Das ist fret auch indirekt, doch bezieht sich dieser Name nicht auf den bestialischen Gestank der obengenannten Tiere, sondern ist abgeleitet von einem Spitznamen eines lieben Kollegen.

Tatsächlich bezieht sich fret jedoch auf das Bundstäbchen einer Gitarre. Und da diese Erklärung jetzt beendet ist seid ihr fret-less.

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    Blondes Abstellgleis

    28. January 2004
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    Nun, wer mich kennt – oder auch nur wer lesen kann – weiss sicherlich, dass ich ein grosser Fan von Barbara Schöneberger bin.

    Ebenso mag ich den Underdog unter den deutschen Fernsehsendern, den grenzgenialen WDR, nicht zuletzt wegen solch genialer Formate wie “Zimmer frei”, “Comedy Hotel”, “ComputerClub” – oh, den gibts ja nicht mehr – und nicht zuletzt “Blondes Gift”, diesem genialen Anarcho-Late-Night – Format von und mit… Barbara natürlich.

    Nachdem “Blondes Gift” viel zu unterbewertet und untereingeschaltet auf Ballungsraumkanälen wie tv.nrw ausgestrahlt wurde (ja, anscheinend irgendwann vor den 0190er-Softpornoschleifen), erbarmte sich der WDR und rettete dieses geniale Format im Sommer 2002 in die öffentlich-rechtliche Spielwiese der dritten Programme.

    Doch, oh Schock – der WDR kippte dieses Format im Dezember aus dem Programm. Nur, was soll ich denn jetzt ohne Barb machen? Aber es gibt ja noch andere Sender, wie zum Beispiel Sat.1 oder Pro7. Und – gottseidank – ebendieser Sender rettet meine Lieblingsshow.

    Nun, erinnere mich bitte bei Gelegenheit nur jemand daran, dass ich ab 12. März 2004 freitags um 23.15 Uhr keine Zeit mehr habe…

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      Nils und zensiert

      27. January 2004
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      Irgendwie ist mein Gehirn ein Ding, das ich noch nicht ganz verstanden habe. Auf der einen Seite besitze ich anscheinend seit geraumer Zeit eine Art “shared brain”, das ich mir – ganz wie ein Grid – zeitweise mit meinen Kommilitonen zu teilen scheine, auf der anderen Seite entspringen diesem Hirn immer wieder sehr kranke Theorien.

      Die meisten dieser Theorien lassen sich sehr schnell durch kurzes Nachdenken von alleine widerlegen. Eine Theorie ist jedoch in meinem Kopf hängengeblieben. In dieser Theorie geht es um zwei Freunde von mir, die offensichtlich geeignet sind, eine sehr schwierig zu durchblickende Menge zu ordnen.

      Bei der Menge handelt es sich um die Menge aller Frauen auf diesem Planeten. Wie empirische Studien (also ich hab halt mal drei oder vier Frauen gefragt) zeigen, stehen sie entweder auf Nils oder auf zensiert. Und zwar ziemlich trennscharf. Und es gibt keine Frau, die dem Charme der beiden wiederstehen kann.

      Eigentlich kein Wunder, ist zensiert doch der Typ “Jonny Depp”, der gepflegte Grunge-Skater-Schmuddel und Nils hingegen der “Schwiegermutter-Liebling”, den irgendwie jede normale Frau einfach nur knuffig finden muss

      Um meine Theorie zu verifizieren, bitte ich nun die Frauen unter den Lesern meiner Gedanken zum Tage, diese Theorie anhand von Bildmaterial zu verifizieren.

      Ich hoffe natürlich, dass meine Theorie stimmt und Ihr entweder Nils oder zensiert süß findet, nur – was machen die restlichen 2,5 Millarden Männer auf dem Planeten Erde dann bloß falsch?!

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        Nils und zensiert


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        Irgendwie ist mein Gehirn ein Ding, das ich noch nicht ganz verstanden habe. Auf der einen Seite besitze ich anscheinend seit geraumer Zeit eine Art “shared brain”, das ich mir – ganz wie ein Grid – zeitweise mit meinen Kommilitonen zu teilen scheine, auf der anderen Seite entspringen diesem Hirn immer wieder sehr kranke Theorien.

        Die meisten dieser Theorien lassen sich sehr schnell durch kurzes Nachdenken von alleine widerlegen. Eine Theorie ist jedoch in meinem Kopf hängengeblieben. In dieser Theorie geht es um zwei Freunde von mir, die offensichtlich geeignet sind, eine sehr schwierig zu durchblickende Menge zu ordnen.

        Bei der Menge handelt es sich um die Menge aller Frauen auf diesem Planeten. Wie empirische Studien (also ich hab halt mal drei oder vier Frauen gefragt) zeigen, stehen sie entweder auf Nils oder auf zensiert. Und zwar ziemlich trennscharf. Und es gibt keine Frau, die dem Charme der beiden wiederstehen kann.

        Eigentlich kein Wunder, ist zensiert doch der Typ “Jonny Depp”, der gepflegte Grunge-Skater-Schmuddel und Nils hingegen der “Schwiegermutter-Liebling”, den irgendwie jede normale Frau einfach nur knuffig finden muss

        Um meine Theorie zu verifizieren, bitte ich nun die Frauen unter den Lesern meiner Gedanken zum Tage, diese Theorie anhand von Bildmaterial zu verifizieren.

        Ich hoffe natürlich, dass meine Theorie stimmt und Ihr entweder Nils oder zensiert süß findet, nur – was machen die restlichen 2,5 Millarden Männer auf dem Planeten Erde dann bloß falsch?!

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          Jeansjacken – Gedanken

          26. January 2004
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          Vor ungefähr fünf Jahren – so gerade im Abistress – habe ich die Theorie der Jeansjackenfrauen entwickelt. Und, siehe da… kurz nach der Veröffentlichung erhalte ich auch ein erstes Feedback, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:

          “ich find es Schade, das sich die Frauen erst jetzt
          wieder etwas femininer zeigen. Ich musste früher immer den Schlabberlook ertragen, da ist Bauchfrei doch mal ein Fortschritt! – wenn auch latent verkehrsgefährdend.

          Ich bin jetzt fast 30, hab Nirvana mit der Muttermilch aufgesogen
          (obwohl New Model Army und Pixies natürlich immer geiler waren). Dafür kann ich Rock mittlerweile nicht mehr hören – Deep House, Dub & Co kommen da
          einfach chilliger daher. Irgendwie muß man sich auch entwickeln können…

          Wetten? In 10 Jahren macht einer den realkuechenserver.org und schwärmt
          von blondierten braungebrannten Mädels mit Rosa Top – die waren so geil
          weil sie sich noch jeden Scheiß reingeschmissen haben :-)”

          Danke an Axel.

          Übrigens, zur Erklärung des Begriffs Generation @ empfehle ich den gleichnamigen Artikel von Jörn “joey” Möller (ehemals Stadtnet-Sysop)

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            Tomatensaft in 12000m Höhe

            25. January 2004
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            Nachdem ich weiter unten ja bereits auf die Gefahr, die von Tomatensaft in Fliegern ausgeht, hingewiesen habe, fand ich nun letztlich eine Statistik zum Thema “Tomatensaftkonsum in Fliegern”.

            Doch, woher kommt diese Affinität von Menschen in Flugzeugen zu Tomatensaft? Ist es diese Extravaganz, der Glaube, dass “die in der ersten Klasse” auch immer nur und ausschließlich Tomatensaft trinken, selbst auf dem Boden? Oder ist es vielmehr eine weitere Ausprägung des Herdenverhaltens normaler erwachsener Menschen?

            Ist es die Illusion, nach dem Konsum gesünder, jünger und frischer zu wirken? Oder einfach nur die Idee, dass auf diesem Flug wohl nichts schlimmeres passieren kann als dieses eklige Zeug die Kehle herunterwürgen zu müssen?

            Nun, wie auch immer, ich finde, dieses Problem nimmt schon fast philosophische Züge an. Daher stelle ich es als neues Problem für das verteilte Denkprojekt TAPP@work (Think About Philosophic Problems) der Öffentlichkeit zur Lösung. Falls Ihr also einen Gedanken dazu habt, warum die Menschheit so heiß auf Tomatensaft über den Wolken ist, teilt diese Erkenntnis über die Kommentarfunktion mit uns.

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            Phänomen Netzladen

            24. January 2004
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            Schade eigentlich, heute war ich nicht fit genug, um mir mal wieder das klassische Freitags-Phänomen des Netzladens anzutun. Nicht nur, dass sich in diesem grenzgenialen Schmelztigel konspirativer Kultur jeden zweiten Donnerstag im Monat meine heissgeliebte LUUSA trifft, nein, dort ist auch jeden (Frei)tag offener Abend.

            Und so zusammengewürfelt die Gruppen im Netzladen sind, so vielschichtig sind auch diese Freitage. Wo sonst kann man sich denn nachts um drei Wechselgeld für eine Schachtel Kippen besorgen, um im Anschluß dann heiteres Song-Raten mit DJ Jens zu betreiben?

            Faszinierend, horizonterweiternd und – fast immer – urkomisch. Nur, wirklich Fehl am Platz ist man dort nur sehr selten…

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              Spin Doctors wieder vereint

              23. January 2004
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              Gestern hatte ich ihn wieder – einen dieser Retro-Momente. Beim Surfen auf meiner Lieblingsseite http://www.suprnova.org erblickte ich doch tatsächlich ein Album der tollen Spin Doctors, der Helden meiner Jugend.

              Two Princes, diese Hymne der 90er dudelte vor meinem geistigen Ohr und dank btdownloadcurses auch kurze Zeit später aus meinem Boxen. Und, angestachelt von dieser Musik und der Tatsache, dass ich da gerade ein Best-Of-Album hörte, das optisch aussah wie frisch vom Woolworth-Grabbeltisch, recherchierte ich die Geschichte dieser genialen Band nach.

              Und, es kam wie es kommen mußte, kurz nach dem Zenit des Erfolgs, nach Veröffentlichung von Turn it upside down, löste sich die Band auf. Aaaber, es gibt Hoffnung in Form einer Reunion und einem neuen Album, dessen Veröffentlichung für diesen Sommer geplant ist.

              Mehr zur spannenden Geschichte der Band findet sich auf http://www.spindoctors.com, der offiziellen Homepage der Band.

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                Geburtstag im Café

                22. January 2004
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                27. Januar 1997 / Hamburg:

                Ein kalter Januartag. Niels, Malte und ich ziehen um die Häuser, um eine Möglichkeit, die Zeit bis zum Nachmittag totzuschlagen. Langeweile macht sich breit. Und, zu allem Überfluss habe ich auch noch Geburtstag.

                McDonalds stellte keine wirkliche Lösung dieses Problems dar und so sind wir nach einiger Zeit und viel Herumirren in einem kleinen Café in einer Seitenstraße gelandet.

                Dort wurden gerade die Kreidetafeln mit dem Gericht des Tages beschrieben und wir nisteten uns auf einen Tee dort ein und philosophierten über Gott und die Welt. Nach ein paar Stunden und einer Begegnung mit einem Duisburger Straßenmusiker war mir klar – das war wohl die bislang schönste Art, meinen Geburtstag zu feiern.

                Von dort an versuchte ich bislang jedes Jahr, meinen Geburtstag in einem Café zu verbringen, und auch dieses Jahr mache ich da keine Ausnahme.

                Daher:

                kommt doch einfach am Dienstag, den 27. Januar 2004 ab 18h ins La Croque in Köln. Die erste Runde geht natürlich auf mich.

                Ach, nur als Fußnote:
                Das Café, in dem ich damals meinen Geburtstag verbracht habe, ist inzwischen wie vom Erdboden verschluckt. Trotz intensiver Suche vor Ort war es bei einem Besuch Hamburgs vor anderthalb Jahren nicht mehr auffindbar.

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                  Flieger-Freunde

                  21. January 2004
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                  Nun, dank des Flughafens Köln/Bonn haben wir in Deutschland nun fast identische Verhältnisse wie die – aufgrund ihrer prikären Insellage – schon immer aerophilen Britten.

                  Eine Riesenmenge an Billigfliegern, allen voran Germanwings, HLX und auch bald Easyjet steuern eine mannigfaltige Vielzahl von europäischen Zielen zu Zahnspangenträgerinnentaschengeld – kompatiblen Preisen an.

                  Doch, was genau bewirkt diese sozioökonimische Veränderung des Reiseverhaltens des Durchschnittsdeutschen? Klar, auf den ersten Blick: man fliegt mehr.

                  Schwierig wird es nur, wenn man allein fliegt. Dann ist man auf Gedeih und Verderb dem Sitznachbarn ausgeliefert. Wer kennt das nicht, diese herzzerreißenden Gespräche über Beruf, Politik und Beziehungskrisen, die sich innerhalb der kurzen Zeit zwischen Start und Landung entwickeln und meist unweigerlich im Austausch von Adressen, Telefonnummern oder gar Wäschestücken enden.

                  Obwohl man die Person, der man da gerade die Geschichte der selbst erlebten Geschlechtskrankheiten in allen Einzelheiten darbietet, erst seit ein paar Minuten und dank des Schicksals der freien Platzwahl kennengelernt hat, ist das Gefühl von Vertrautheit, ja sogar tiefer und inniger Freundschaft plötzlich da. Ob dies eine Nebenwirkung des Kabinenunterdrucks oder des Tomatensaftkonsums ist, darüber kann nur gemutmaßt werden.

                  Doch, so plötzlich wie die Freundschaft began, so plötzlich endet sie auch wieder, sobald das Fahrgestell auf dem Boden aufsetzt. Merke: begehe niemals den Fehler und melde dich bei einem Deiner Flieger-Freunde erneut. Versuche es erst gar nicht – oder glaubst Du etwa, das die Telefonnummer wirklich echt war? Oder die Liste der Geschlechtskrankheiten? Hey, ich bitte Dich, immerhin bist Du schon seit einigen Jahren auf diesem Planeten unterwegs und kannst offensichtlich sogar das Internet bedienen.

                  Und jetzt erzähle mir bloß, dass Du sie nicht noch zwei Stunden vor dem Abflug einstudiert hast, Deine ganz persönliche Lebensgeschichte für diesen Flug? Nicht… oh, dann bereite Dich am Besten beim nächsten Mal besser vor. Und vergiß nicht, die Kinder Deines Nachbarn zu fotografieren.

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