Hello again

Nein, kein aktueller Anfall von Howard Carpendale. Stattdessen mal wieder nach gefühlt einem Jahr ein paar Zeilen von mir hier auf dem Blog. Warum? Weil es nun wieder online ist – nach gefühlt 6 Monaten Downtime und der Wiederherstellung aus einem ewig alten Backup.

Wie dem auch sei; vielleicht bald mehr an dieser Stelle – ansonsten sucht und findet mich anderweitig im Netz.

Hello Fresh – Test der Kochbox

Wie Einige von Euch ja bereits auf Knitterfees Blog gesehen haben, testen wir gerade bei uns zu Hause unterschiedliche Kochboxen. Das Konzept dahinter ist so einfach wie genial: Es wird eine Art Bausatz für zwei bis fünf Mahlzeiten wird wöchentlich nach Hause geliefert. Die Boxen beinhalten dann neben den Rezepten, die idiotensicher sein sollten, auch alle benötigten Zutaten. Dazu sollten sie zwei Erwachsene satt machen und einige Herstelller – darunter Hello Fresh – werben damit, überwiegend Bioprodukte zu verarbeiten. Alles in allem also viele erstrebenswerte Dinge, vor allem, da ich 39 EUR für drei Mahlzeiten oder 49 EUR für vier Mahlzeiten nicht überteuert finde.

Wir haben letzte Woche Kochzauber getestet, da lief alles glatt, aber wir waren irgendwie nicht so ganz überzeugt; warum, kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Die Rezepte stimmten, alle Zutaten wurden mitgeliefert, wir sind satt geworden und es gab interessante Gerichte. Und das Beste daran: die Rezepte waren so gut, dass ich keins davon versaubeutelt hab.

Diese Woche ist Hello Fresh dran. Wir testen zwar noch, aber ich bereue es nicht, bereits nach dem ersten Rezept die Box wieder abbestellt zu haben. Ich versuche, die Gründe, die sich teilweise auch erst nach und nach im Laufe der Woche ergeben haben, zusammenzufassen:

  • HelloFresh macht nicht satt

    Leider wurden wir gerade bei den Gerichten mit Fleischanteil nicht satt. 200g Putenbrust für zwei Personen ist einfach sehr, sehr wenig – und auch wenn HelloFresh es behauptet, satt kann man davon einfach nicht werden. Bei Biofleisch hätte ich die geringere Menge akzeptiert, auch sofern eine Kompensation durch mehr Gemüse gegeben wäre, aber auch das gibt’s hier nicht. Für mich scheint das eine recht einfache Maßnahme zur Gewinnmaximierung zu sein; bei Gerichten mit nicht so teuren Zutaten – der Kürbissuppe – reichen die Portionen nämlich locker zum satt werden aus.

  • HelloFresh ist nicht zu 80% Bio

    Ich kann nicht glauben, dass HelloFresh zu 80% Bio Zutaten verarbeitet. Gut, es waren in unserer Lieferung  zwar viele der abgepackten Produkte Bio, das Fleisch war jedoch nicht bio und auch das Gemüse und die Gewürze hatten keine Bio-Kennzeichnung, genauso wie die Nudeln und der Reis. Da HelloFresh jedoch leider keine Auflistung darüber bereitstellt, welche Zutaten wie zertifiziert sind, muss ich damit davon ausgehen, dass der überwiegende Teil der Produkte nicht bio ist. Und das ist mir gerade bei Gemüse und Fleisch wichtig; ob der Apfelsaft nun demeter ist oder nicht, das ist für mich nicht so relevant.

  • HelloFresh prüft die Rezepte nicht

    In unserer Box gab es bislang in jedem Rezept einen Fehler oder eine Unverständlichkeit. So fehlten in den Rezepten teilweise Zutaten (Orangensaft und Paprikapulver – wann gibt man diese zu?), die in den Zutatenlisten zu den einzelnen Gerichten aufgelistet waren, es wird verlangt aus 200g Hack + Ei + Semmelbröseln und einer halben Zwiebel 15 Hackbällchen zu formen (das Rezept ist gleich geschrieben für 2, 4 und 6 Personen), teilweise stimmen Namen auf den Zutaten und in den Rezepten nicht überein (geriebene Chillies vs. Cayennepfeffer) oder werden Zutaten mitgeliefert, die weder in der Zutatenliste noch im Rezept erwähnt sind (Kürbiskerne wurden mitgeliefert, obwohl eigentlich vorgesehen war, die Kerne des Kürbis selbst zu rösten).
    Für mich wirkt das so, als würden die Rezepte nicht ausprobiert, bevor die Box verschickt wird. Anders kann ich mir diese Häufigkeit an Fehlern nicht erklären.

  • HelloFresh liefert fehlerhaft

    In unserer Box wurde die dreifache Menge Cayennepfeffer (3g statt 1g) geliefert; wenn ich das nicht vorher gemerkt hätte, hätte das ein ganzes Gericht ordentlich verhauen können. Außerdem fehlen die Semmelbrösel, die in der Zutatenliste aufgeführt, aber nicht mitgeliefert wurden.

  • HelloFresh macht unrealistische Annahmen an Küchenausstattung

    In einem der aktuellen Rezepte (Kürbissuppe) wird nebenbei gefordert, die Suppe mit einem Stabmixer zu pürieren. Wir hatten Glück und einen ebensolchen Stabmixer durch Zufall im Haus; zur normalen Küchenausstattung gehört sowas aber nicht. Ebenfalls nicht gut: HelloFresh hat keine Übersicht am Anfang eines Rezepts oder für die gesamte Woche, welche Küchenutensilien verwendet werden. Vielleicht kann man ja einen Stabmixer kaufen oder ausborgen, wenn man vorher weiß, dass er benötigt wird. Wenn er jedoch in der Mitte des Rezepts in einem Nebensatz auftaucht, ist das mehr als unglücklich.

  • HelloFresh ist langweilig

    Die Gerichte, die HelloFresh auf den Tisch bringt, sind allesamt so oder sehr ähnlich bei uns zu Hause schon einmal gekocht worden: Hackbällchen aus dem Ofen in Tomatensauce auf Reis, Geflügelbrust in Sahnesauce auf Penne, Kürbissuppe. Ich habe mir hier mehr Abwechslung oder gewagtere Gerichte erhofft, Zutaten, die man sonst nicht verarbeitet. Massenkompatiblität geht hier offenbar vor.

  • HelloFresh ist intransparent

    HelloFresh ist eine Rocket Internet Tochter. Das steht aber nicht im Impressum, sondern lediglich in den Stellenanzeigen. Es gibt – im Gegensatz zu z.B. der UK Webseite des Franchise – keine Fotos des Teams, nur hier und da werden sporadisch Namen genannt. Zutaten und Mengen kann man vorab nicht sehen, Lieferanten werden nicht genannt. Im Gegensatz dazu, auch auf der UK Website, sieht man genau die gelieferten Mengen für die Rezepte dokumentiert: http://checkthis.com/qq9h und bekommt ebenfalls die Lieferanten namentlich genannt: http://www.hellofresh.co.uk/aboutus_ingredients/. All das gibt es auf der deutschen Website nicht, stattdessen Allgemeinplätze über gesundes Essen und 100 andere Gründe, warum die Idee, die 5 andere Anbieter in Deutschland ebenfalls am Markt haben, im Prinzip eine gute ist. Keine Differentiatoren (wir sind besser, schöner, schneller, toller, netter weil…), keine Unternehmensgeschichte.

  • HelloFresh baut auf Praktikanten

    Wenn wir uns das aktuelle Jobs-Seite von HelloFresh anschauen, fällt auf, dass 50% der zu besetzenden Stellen Praktikatenjobs sind. http://www.hellofresh.de/jobs/
    Für mich sieht es so aus, als hätte Rocket Internet die Idee oder Brand HelloFresh lizenisert und versucht jetzt das Ganze gewinnmaximiert und ohne Herzblut in den deutschen Markt zu bringen. Hier gibt es keine “Nasen”, die das Produkt entwickelt haben, keine Gründer, die eine Geschichte zu erzählen haben; stattdessen potentiell schlecht bezahlte Praktikanten ohne Erfahrung und ohne persönlichen Bezug zum Produkt. Es ist nunmal ein Unterschied, ob man selbst Gründer eines Startup ist oder nur ein Praktikum bei irgendeiner Web 2.0 Bude macht – und das hat potentiell auch Auswirkungen auf die Arbeit, die abgeliefert wird. Das würde zum Beispiel die fehlerhaften Rezepte, die fehlerhaft gepackte Box, aber auch so Dinge wie den grammatikalisch, orthographisch und stilistisch nicht mal mehr grenzwertig  geschriebenen Affiliate-Partner-Guide erklären. You get what you pay for.

Fazit für mich: Ich bin froh, wenn nächste Woche wieder ein anderer Anbieter auf den Tisch kommt und werde mir 3x überlegen, ob ich bei HelloFresh in der Zukunft Geschäft generieren werde. Es gibt einfach bessere Alternativen zu deren Produkt am Markt. Desweiteren vermute ich, dass die HelloFresh Erfahrung auch Auswirkungen auf mein Konsumverhalten bei anderen Rocket Internet Unternehmen haben wird.

Man wird ja nicht jünger – oder: Fitness im Alter

HFCS, FitBit, WiThings, Fitocracy, WearLink+, Hooverball, Bikram Yoga.

Basis, QuantifiedSelf, FDDB, 25(OH)Vitamin D3-Spiegel.

Ihr kommt nicht mehr mit?

Nun, ich habe das Gefühl, gerade auf dem Weg zu einem neuen Nerd zu werden: dem Gesundheitsnerd. Das Thema gesundes Essen, Abnehmen, gesunder leben, darauf achten, dass man sich bewußter ernährt, nicht alles blind in sich hineinstopft, was gerade so in bequemer Reichweite ist, das ist gerade, was mich recht viel und oft beschäftigt.

Ich weiß nicht genau, ob es an dem Einfluss der Firma liegt, in der man sich bei Firmenausflügen morgens zur Laufrunde trifft und in der Sport geachtet und thematisiert wird, ob es an dem Alter liegt, dass man fürchtet und spürt, wie die Warnschüsse näher kommen.

Oder daran, dass man es sich einfacher leisten kann, den Unterschied zwischen einem handgemachten Burger oder dem vom Fast Food Laden mal zu erschmecken. Daran, dass man gut genug Englisch spricht, um Reportagen über die Probleme der US Nahrungsmittelindustrie zu verstehen oder an den kritischeren Medienangeboten, die bspw. ZDFneo und das Internet so veröffentlichen.

Fest steht nur, dass ich mich ärgere, dass dieses Thema nicht vor fünf Jahren wichtiger in meinem Leben war.

Nach der Bruchpause gehts dann weiter, es juckt mir schon in den Füßen!

Astaro / Sophos merger – my personal view on that

Prelude:

I wanted to blog more in my native language, but this blog post will be written in English. Inconsequent? Rather audience-oriented ;) Also, I almost never blog about things that have to do with my job, but since this is a rather big thing and there are a few voices out there claiming that this was a bad thing happening to Astaro employees, I wanted to give an insight perspective (+ a view from somebody who has also worked for a system integrator in the past).

So, what happened? Well, Friday was a big day for everybody involved in the Astaro microcosmos (partners, resellers and the like) and medium-important day for the whole IT Security industry. At that day, Sophos and Astaro announced publicly that Sophos is planning to acquire Astaro in the very near future. Bottomline: Astaro as a company will not officially exist anymore, but everybody working for Astaro today will turn into a Sophos employee and also every asset in the company will turn into Sophos property.

This at first might be a bit frightening, but if you have had a bit more time to think about it (we Astaronians had a small heads-up), this seems to be a good thing. So, nobody who has heard about this should be frightened or feel somewhat sorry for me / us. Rather the opposite is true.

Astaro has been the 4th largest vendor – by sellout – in our space (UTM, basically a “Firewall + many other cool things”), privately owned, has ~ 220 employees and has been profitable since a couple of years.

So, it is nice to work for this rather small and cozy company. You could feel that we didn’t realize only a 0,3% – 1% profit from the money that we earned (such as my former employer did) and the overall feeling was very relaxed. Many people have been with the company since the very beginning, many people in key positions haven’t had another job before. The company is still rather young (11 years old) and we’ve recently moved to new, shiny offices in Karlsruhe.

It feels like your word and your opinions are valued, the founders know everybody working for them by name and greet them on the floors and there is an overall open door / everybody talks to everybody mentality that I didn’t feel in larger organization.

And suddenly, the acquisition was announced.

This was rather a shock for people outside of Astaro; they fear that the product will be let down, that support will suffer and that this will have some negative consequences.

I don’t think that those people are right. There are a few good reasons why I personally do believe strongly in the merger and those I’d like to share with you (and also do calm down my friends and family and convince them that I’ll be alright):

In fact, I wished to be bought by Sophos if that had to happen one day. I personally like them technologically very much and I think that their way of doing business is very similar to ours.

  • No direct competitor:
    Sophos is not a direct competitor to Astaro. They are not the No.1 UTM vendor out there and they don’t have similar products. So they don’t buy Astaro just to get rid of competition, letting the product and the people involved with it die afterwards. This is not only good for our customers and partners that can be sure that the product line will continue to be developed and sold, but also for us, since our jobs are pretty safe.
  • European company, focussed on the professional market:
    Just as Astaro, Sophos is a European company. This reflects I think on their way of doing business, on their view on the world, on their ethics and ideas about how to do business. And most importantly: The network division of Sophos (which Astaro will turn into) will not be far away in another continent, having little influence on the overall company.
  • Great products
    The Sophos guys have built clever products and are in my opinion close to McAfee when it comes to cool Endpoint security products. If you’ve followed my bio a bit, you will know that I have good reason to call myself an expert in that field, and I think that they are No. 2 worldwide when it comes to technology (unfortunately not yet sellout).
  • Astaro complements their portfolio:
    The product range that Astaro stands for (Gateway security products) is something that Sophos lacked over the last years. Rumor has it that they also launched their own Mail- and Web Gateways, but they are not industry-widely known for these kind of products. So, similar to what McAfee did with the Secure Computing acquisition they seemed to have checked the market for a solution that fits and stumbled upon Astaro. Fortunate for everybody!
  • Expertise that is unique within Sophos:
    Given the fact that Sophos has little to no knowledge in this particular security area, our expertise and our understanding in how to sell and run the gateway business is needed by them. They saw that the business is done a bit differently and are planning to let Astaro as a sub division act rather  than integrating them directly.
  • No direct changes
    This will also result in business not changing directly. The Astaro partner model, the margins, the criteria to classify as an Astaro partner will remain unchanged. There won’t be 100s of new partners overnight that will kill our established partners’ business.
  • Higher visibility
    Mid-term however, the visibility and status that Sophos has will bring a completely new group of partners and customers to us. Very large system integrators who have focussed on bigger companies will be interested in looking at us and consider to include us actively in their portfolio rather than just sell us if the customer explicitly asks for it.
  • We’re No.1 UTM now
    No need to explain who Astaro is anymore. The brand name “Sophos” will give our business a huge boost outside the German-speaking regions. Sophos is known in the IT industry, Astaro is still somewhat unknown as a brand. So, doors will open for us that wouldn’t have opened before. And immediately we are one of the big 10 players in Security. Cisco, Symantec, Juniper, Mc Afee, Check Point, Trend Micro and F5 (probably a few more) are bigger than the merged Sophos/Astaro team, but the joint company is bigger than better known players such as Fortinet (largest UTM-only vendor in regards to sell out) or Kaspersky.
  • Focus on Network Security
    Astaro or the new Network Security division of Sophos or however you’ll call us now, can focus on Network Security again. We have presented this great Security Wall vision a couple of months ago that basically covers all security aspects out there. But, we don’t have to build everything on our own anymore. We don’t have to deliver an endpoint security product, there already exists one in the company (and a pretty good one, BTW). Whether we will continue these product lines or not however is something that I’m not aware of. And some other aspects of the product that we were lacking are now covered as well.
  • Cool OEM components to integrate in our product
    Astaro has always either built (own technology), borrowed (open source technology to which we actively commit code to drive it further) or bought (OEM components) technology for our product. Now that Sophos e.g. offers some great Antivirus components that run under Linux and has some offerings when it comes to Threat or Spam databases, the number of OEM components that we have to license from 3rd parties will be reduced in mid-term. This means that we’ll have better control over the product and will be able to fix bugs even faster than before.
  • Being back in known waters
    Last but not least: I’ve worked in the endpoint security part of the IT Security industry for 5 years before I joined Astaro. So, for me this merger is perfect: I’ll still continue to work in the Network branch of Sophos, but the knowledge about the other side of the company and their products will hopefully be beneficial in many ways.
  • Many new trips and challenges
    Though nothing will change immediately the additional sales personnel within Sophos and the existing Sophos channel will probably bring some boost to the things I have to do: give trainings, give Pre-Sales presentations, teach the Sophos colleagues about our products.
  • Strong presence in Germany
    I love working in a multinational company. But I also love communicating in German, as it speeds up things. And luckily, Sophos has a very large presence in Germany now + many product parts are developed here (the SafeGuard product line done by Ex-Utimaco and also our network security products). So I’ll be able to communicate with many new and old German colleagues.

So now that I predicted the Sophos thingy properly 2 weeks before at InfoSec, it’s time to have a look into my crystal ball once again and predict what products Sophos is going to buy next. If you compare the McAfee offering, including Vulnerability Management and Patch solutions and maybe what Symantec has (managed Mail filtering), some SaaS providers and something in the VM / patch management space sound like a good fit.

Qualys fits perfectly from its size into the company, Secunia might also be an option. For the SaaS part, Webroot would be a nice addition. And, just to mess with McAfee’s mind, Bit9 would be nice to have in the portfolio….

For all of you security geeks out there: what do you think about the acquisition? And, more importantly, which company do you think will / should be bought by Sophos next?